Vidor war die erste Gemeinde der Region, die im November 1917 den Einmarsch der Truppen der österreichisch-ungarischen Armee erlebte. Hier entschied das italienische Kommando, um das Vorrücken des Feindes zu verlangsamen und den Rückzug unserer Truppen nach Caporetto zu decken, die Brücke über den Piave zu „opfern“. Vidor war Kulisse einer der gewaltsamsten Schlachten des Ersten Weltkriegs: Am 10. November 1917 führten preußische Truppen in italienischer Uniform einen erbitterten Angriff durch, bei dem mehr als dreihundert Männer getötet wurden und das Dorf in Brand gesteckt wurde. Neben dem Ehrenmal des Schlosses – in der Nähe dessen Spuren von Schützengräben erhalten sind – ist der Militärbeobachtungspunkt auf dem Gipfel des Mont Marcon interessant, von dem aus man einen atemberaubenden Blick auf den Monte Grappa und die Linie des Piave genießen kann; dieser Fluss hat stets eine Schlüsselrolle gespielt, man denke nur an die Fährstelle, die über die Jahrhunderte hinweg den Knotenpunkt des Verkehrs zwischen rechter und linker Uferseite darstellte, bis die Holzbrücke 1871 eröffnet wurde. Ein Beweis dafür ist der eingetriebene Eisenring – scìona im Dialekt – der im Geröll verankert ist und für das Anlegen von Booten verwendet wurde.
Grande Guerra e il Fiume Piave
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