Die Türme des Schlosses von Rovigo sind eines der erkennbarsten Symbole der Stadt und stellen ein wertvolles Zeugnis der mittelalterlichen Vergangenheit von Rovigo dar. Das Schloss wurde zwischen dem 10. und 11. Jahrhundert auf Anordnung der Bischöfe-Grafen von Adria, Herren der Stadt, erbaut und später von den Carraresi im 14. Jahrhundert sowie von der Republik Venedig, die es zu einer strategischen Festung zur Kontrolle des Gebiets im Polesine machte, verstärkt.
Von dem beeindruckenden befestigten Komplex sind heute noch zwei zylindrische Ziegelsteintürme übrig, die weiterhin stolz am zentralen Piazza Matteotti stehen. Der erste, der Torre Donà, ist einer der höchsten mittelalterlichen Türme Italiens mit etwa 66 Metern Höhe. Er wurde im 13. Jahrhundert erbaut und nach der adeligen Familie Donà benannt, die lange mit der politischen und militärischen Geschichte der Stadt verbunden war. Seine imposante Gestalt dominierte die Stadtmauer und kontrollierte den Zugang zur Stadt.
Daneben befindet sich der Torre Mozza, so genannt, weil er den oberen Teil verloren hat, der im Laufe der Jahrhunderte verschwunden ist. Er ist niedriger, aber ebenso bedeutend, war ein integraler Bestandteil des Verteidigungssystems und einst mit den Mauern verbunden, die die gesamte Siedlung umgaben.
Die Türme, restauriert und aufgewertet, sind heute ein wichtiges urbanes und kulturelles Wahrzeichen. Tagsüber bieten sie eine beeindruckende Kulisse für Touristen und Bürger, während sie abends, kunstvoll beleuchtet, zu einem malerischen Hintergrund von großem Reiz werden, der die tausendjährige Geschichte von Rovigo eindrucksvoll erzählt. Die Türme des Schlosses sind nicht nur architektonische Denkmäler, sondern wahre Bewahrer der städtischen Erinnerung.