Geboren auf dem Verlauf eines alten Arms des Po, der heute begraben ist, Fratta Polesine bewahrt in der Architektur die Seele seiner landwirtschaftlichen Ursprünge.
Viele der herrschaftlichen Residenzen gehörten dem Adelsgeschlecht der Grundbesitzer, wie das berühmte Villa Badoer, das nach den Plänen von Andrea Palladio gebaut wurde und von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Nach einer sorgfältigen Restaurierung ist die Villa heute Gastgeber für Konferenzen, Ausstellungen, Theateraufführungen, Opern und Ballett. Die angrenzenden Barchesse beherbergen das Nationale Archäologische Museum, mit der Präsentation einzigartiger und europäisch relevanter Funde. Interessant, aufgrund der Ähnlichkeit mit dem berühmteren Badoer, ist die nahegelegene Villa Grimani Molin, ein klassisches Beispiel für eine ländliche Adelresidenz, in der die beiden Höfen, der Herrenhof und der Wirtschaftsbereich, getrennt sind.
Im Inneren des Palazzo Dolfin-Boniotti, heute "Manegium", finden sich das Etnografische Museum zur Zivilisation der Arbeit im Polesine, eine historisch-dokumentarische Ausstellung über die Carboneria polesana und eine Ausstellung über Giacomo Matteotti, der genau in Fratta Polesine geboren wurde.
In der kleinen Stadt gibt es auch viele architektonische Spuren religiöser Inspiration, wie die Kirche von S. Francesco die Konzerte für sakrale Musik, Ausstellungen und Konferenzen beherbergt, oder die Pfarrkirche, die den hl. Aposteln Petrus und Paulus geweiht ist, die innwendig mit Fresken, kostbaren Holzschnitzereien und venezianischen Skulpturen dekoriert ist.