Die Fassade wurde dann in der Neuzeit mit einem neogotischen Fenster und einer Tür umgestaltet. Das Innere, geprägt von zwei gotischen Bögen aus dem 15. Jahrhundert, ist ein einziges Schiff, das sich in Höhe des Glockenturms zu einem rechteckigen Chor verengt. Hier steht der Hauptaltar und das schöne Altargemälde aus dem 16. Jahrhundert, das die Jungfrau mit Kind sowie die Heiligen Nikolaus und Anton von Padua darstellt; ein zweiter Altar, im 18. Jahrhundert zu Ehren des heiligen Franziskus errichtet, ist an der Südwand angebracht und beherbergt ein Gemälde mit der Darstellung des heiligen Franziskus bei der Empfangnahme der Stigmata.
Entlang der Nordwand führte ein kleiner Seiteneingang aus romanischer Zeit auf den benachbarten kleinen Friedhof. Das Dach des Schiffs ist mit freigelegten Sparren ausgestattet, der Chor ist mit einem doppelten Kreuzgewölbe mit gotischen Kappen gedeckt. Die inneren Wände bewahren zudem Freskenrahmen, die um die Wende des 13. Jahrhunderts (ein Fragment des Letzten Abendmahls an der Nordwand) und im Jahr 1322 ausgeführt wurden, wie man an der Figur des heiligen Michael zu Beginn der Nordwand oben lesen kann. Die Rahmen aus dem 14. Jahrhundert zeigen an der Nordwand von Westen nach Osten: Die Flucht der Jungfrau der Barmherzigkeit mit einem Teil des Mantels; Die Heiligen Michael und Johannes Evangelista; Der heilige Martin und der Bettler; Die Heiligen Stefan, Zeno und Bartholomäus; Der heilige Zeno; Die heilige Anna, die Jungfrau und Jakobus der Ältere.
An der Südwand sind nach den Restaurierungen von 1998, von Osten nach Westen, die Erzengel Michael und Gabriel sowie der heilige Bartholomäus und die heilige Lucia wieder sichtbar geworden. Am Halbpendant des zweiten Bogens schließlich ein Rahmen aus dem späten 15. oder frühen 16. Jahrhundert mit den Bildern der Jungfrau auf dem Thron mit Kind zwischen den Heiligen Katharina von Alexandria und Lorenzo.