Die Hügel von San Benedetto verdanken ihren Namen einem alten Benediktinerkloster, das heute leider nicht mehr existiert. Sie befinden sich entlang des Wanderwegs „Von alten Klöstern zu einem Juwel der Natur: die Gorghi Scuri“, einem der malerischsten unserer Gegend. Auf dem Weg tauchen wir ein in üppige Waldstücke, die sich abwechseln mit langen Reihen von Reben und Olivenbäumen, die auf Terrassen gepflanzt sind und den geschwungenen Linien des Hügels folgen.
KLOSTER UND KIRCHE VON SAN BENEDETTO
Bei der Auffahrt zum Hang des Hügels von San Benedetto sind heute nur noch wenige unordentlich aufgetürmte, behauene Steine sichtbar, das einzige Zeugnis des Klosters und der Kirche von San Benedetto. Sie werden im Testament eines gewissen Zilio erwähnt, der 1253 eine „Almosenspende von hundert Geldstücken“ hinterließ. Seitdem wurde das Leben des Klosters und die Namen seiner Rektoren bei den wiederkehrenden Pastoralbesuchen der Bischöfe von Padua (unter deren Aufsicht die monastische Stätte stand) dokumentiert, die den Zustand der Erhaltung sowie die wirtschaftliche Situation festhielten. 1488 stellte Bischof Pietro Barozzi fest, dass von dem Kloster keine Spur mehr blieb und dass die Kirche sich in einem Zustand schwerer Verfall befand.
In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts endete die Zugehörigkeit der Kirche zu den Benediktinern, und sie fiel unter das Patronat der adligen Familie Bianchi aus Venedig, die sie neu errichtete. 1571 besuchte der Bischof von Padua, Ormanetto, bei seinem Pastoralbesuch in der Pfarrei Santa Maria Assunta das Oratorium von San Benedetto, das von den Brüdern Bianchi wieder aufgebaut worden war und das sie zu ihrer Familienkapelle machten.
In der Zeit zwischen 1571 und 1776 wechselten mehrere Rektoren in der Obhut der Kirche von San Benedetto, bis 1776 der letzte Rektor, Giuseppe Bonomo, ernannt wurde. Nach dem Ende seines Amts begann der langsame Verfall der Kirche, bis sie in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ihrer Güter beraubt und in Wohnraum umgewandelt wurde.