Die Kirche San Floriano ist vom Zentrum von Valdobbiadene aus sowohl mit dem Auto als auch zu Fuß über die Straße nach Pianezze erreichbar. In panoramischer Lage erhebt sie sich auf der Spitze des gleichnamigen Hügels. Erste Erwähnungen stammen bereits aus einem Testament von 1424, jedoch wurde sie erst 1724 vollständig neu errichtet und 1802 mit dem Leuchtturm-ähnlichen Glockenturm vollendet.
Aufgrund ihrer Zerstörung während des Ersten Weltkriegs wurde die Kirche wieder aufgebaut und erweitert.
Eine Reihe von historischen Fotografien zeigt die durch die Bombenangriffe des Großen Krieges erlittenen Schäden.
Im Inneren kann man die Kapelle sehen, die der Madonna von Fatima gewidmet ist, damit die Jungfrau das Land vor kriegerischen Übergriffen und Massakern bewahre. Neben der Statue „Nostra Signora di Fatima“, die am 4. Juni 1950 aufgestellt wurde, und dem kürzlich gewidmeten Mosaik, gibt es auch Bilder, die die Schäden zeigen, die die Kirche erlitten hat.
Der Hauptaltar, aus geschnitztem und polychromem Holz, stammt aus dem 17. Jahrhundert und wird von einem großen Gemälde überragt, das von den Schwestern Saccordo aus Padua geschaffen wurde.
Auf dem großzügigen Platz nebenan kann man verweilen, um die Altstadt und die Hügel von Valdobbiadene zu bewundern. Von diesem Aussichtspunkt aus sieht man im Westen das Dorf Ron und im Osten den Glockenturm von San Pietro di Barbozza, der zwischen den 2019 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärten Hügeln aufragt.
Kürzlich wurde die „Literarische Bank“ installiert, die vom Bildhauer Valentino Moro geschaffen wurde.
Das Werk repräsentiert die Verbindung des Flusses Piave mit dem Monte Cesen, zwei bedeutenden Symbolen der Landschaft von Valdobbiadene.
Wer zu Fuß zum Monte Cesen aufsteigen möchte, kann den Weg 1007 einschlagen.