Das Gebäude wurde von der Gemeinde Vicenza geschaffen und offiziell am 12. Juni 1486 mit der gleichzeitigen Gründung eines Pfandleihhauses in der Kirche San Vincenzo eröffnet, die von da an in den Besitz des Monte überging.
Um die grassierende Wucherzinsen in der Stadt zu bekämpfen, entwickelten die Franziskaner ein Mikrokreditprojekt, das kleine Darlehen zu günstigeren Bedingungen als auf dem Markt im Austausch gegen einen Pfand gewährte. Das Darlehen wurde nur an die Bedürftigen vergeben und durfte drei Dukaten pro Familie nicht überschreiten, noch länger als sechs Monate dauern; ein Verwalter, ein Notar und ein Schatzmeister unter der Aufsicht von vier gewählten Aufsehern des Rates der Vierzig überwachten die Vergabe- und Rückzahlungsoperationen. Das Pfandleihhaus wurde gegründet.
Im Jahr 1700 trugen die Eingriffe von Francesco Muttoni zur Erweiterung der Kirche und zur Schaffung eines Saals für den Palazzo bei. Später wurde hier die Gemeindebibliothek unter dem Namen „Bertoliana“ zu Ehren ihres Gründers untergebracht.