Ein Weg im Padovaner Ghetto, durch die inneren und äußeren Räume des Museums, vorbei an der vielleicht wenig bekannten Corte Lenguazza, die die Geschichte der Großen Deutschen Synagoge 80 Jahre nach ihrer Zerstörung erzählt.
Am 14. Mai 1943 brannte die Synagoge von Padua. Es war die synagogale Ritus-Synagoge, gegründet im Jahr 1522 im Herzen der Altstadt von Padua, in der Via delle Piazze: sie war die reichste und die schönste der drei Gebetstempel der jüdischen Gemeinde.
Das Feuer vor achtzig Jahren war kein Zufallsereignis, sondern ein Brandanschlag durch die faschistischen Milizen, die der jüdischen Gemeinschaft, die bereits Verfolgungen und Deportationen ausgesetzt war, auch den heiligen Ort der Zusammenkunft entziehen wollten. Um dieses Trauma, das ganz Padua verletzte, wieder aufleben zu lassen, gibt es eine Ausstellung mit historischen Fotos, Dokumenten und Zeugenaussagen, die kürzlich aus dem Archiv der Gemeinschaft aufgetaucht sind.
Wenige Schritte vom Museum der Jüdischen Gemeinde Padua entfernt, im alten Padovaner Ghetto, steht seit 1548 die Synagoge im italienischen Ritus, der gegenwärtige Gebetsort der jüdischen Gemeinschaft.
Dauer: 1h 15 min