Geführte Besichtigung der Fresken der Eremiten, des Palazzo della Ragione und des Baptisteriums, die in diesem Jahr in die UNESCO-Weltkulturerbeliste aufgenommen wurden.
Eine intensive Route, die die Entdeckung von Padua, der Stadt des Freskos, vorschlägt, die im Laufe des 14. Jahrhunderts die Präsenz von Giotto und zahlreichen Künstlern erlebte, die tief von seiner revolutionären Kunst beeinflusst waren; Maler, die denkwürdige Fresken schufen: in den Kirchen, Palästen und Kapellen der von den Carraresi-Prinzen regierten Stadt. Heute bilden diese malerischen Zyklen, aufgrund ihrer Ausdehnung und Qualität, ein Unikum in der gesamten Kunstgeschichte. Aus diesem Grund ist Padua Urbs Picta mit gutem Grund für die Weltkulturerbeliste des Komitees 2020 nominiert. Die Route windet sich durch die Straßen des Padua des 14. Jahrhunderts. Wir besuchen die Kirche der Eremiten, wo der giotteske Maler Guariento d'Arpo die Wände des Chorraums mit den Geschichten der Heiligen Philippus, Jakobus und Augustinus und den Bildern der Planeten und der Lebensalter nach der astrologischen Kultur des 14. Jahrhunderts bemalte. Danach wechseln wir in den Bereich der Plätze, wo wir ein weiteres Gebäude besuchen, das durch das außergewöhnliche Dach in Form eines umgekehrten Schiffsrumpfes, ein Werk des großen Ingenieurs Fra' Giovanni degli Eremitani, gekennzeichnet ist. Der Palazzo della Ragione wird auch als Salone wegen seiner weitläufigen räumlichen Dimension genannt. An den inneren Wänden des großen Hängehauses, das als größte mittelalterliche Halle Europas gilt, erstreckt sich der größte astrologische Zyklus der Welt, der nach der Astronomie von Ptolemäus mit den Bildern aus dem Astrolabium Planum von Pietro D'Abano gemalt wurde. Durch die lebhaften Marktplätze gelangt man zur alten Taufkirche der Kathedrale, die Ende des 14. Jahrhunderts von den Carraresi-Prinzen in eine Grabkapelle umgewandelt wurde. Sie wurde prachtvoll vom großen Hofmaler Giusto de’ Menabuoi unter der theologischen Aufsicht von Francesco Petrarca bemalt. Das Ganze präsentiert sich als eine wahre Summa Theologica, spektakulär dargestellt von diesem feinen giottesken Maler.