Das Tor XX Settembre ist das letzte geöffnete Tor in der Stadtmauer. Ende des neunzehnten Jahrhunderts, mit dem Bau der Eisenbahn und des Bahnhofs von Montagnana, wurde es für notwendig erachtet, in der Mauer einen ausreichend breiten Durchgang zu eröffnen. Es war die Notwendigkeit, einen direkten Zugang so nah wie möglich zum Bahnhof zu haben, die die damaligen Verwalter zu dieser Entscheidung führte.
Vor Beginn der Arbeiten wurde der berühmte Architekt Camillo Boito konsultiert, der vorschlug, den entsprechenden Turm in jedem Fall zu erhalten. Daher wurde beschlossen, lediglich die Wand mit zwei Bögen zu durchbrechen und die gleichen sowie den darüberliegenden Gang zu bewahren. Das Ergebnis der Arbeiten führte zur Streichung einiger architektonischer Details (zum Beispiel die Löcher der Ventilatoren in den Zinnen, die Löcher und die Konsolen des Turms), aber für die damalige Zeit gilt dies als die am wenigsten traumatische Lösung, die man hätte wählen können.