Das erste Dokument, in dem das "Haus der Kanoniker" erwähnt wird, stammt aus dem Jahr 1187. Dieser Name ist auf die Anwesenheit von Kamine im Gebäude zurückzuführen, in dem die Kanoniker in Gemeinschaft lebten und die Regel des heiligen Augustinus mit Gelübden von Armut, Gehorsam und Keuschheit befolgten.
Im Laufe der Jahrhunderte fiel der Palast in den Ruin, bis zur Restaurierung von 1530 durch Paolo Godi.
Die Hauptfassade weist verschiedene architektonische Stile auf, aufgrund der im Laufe der Zeit durchgeführten Eingriffe. Die oberste Etage, die älteste, zeigt einen gotischen Stil; die zentrale Etage hingegen zeigt die Eingriffe, die während der Restaurierung im 16. Jahrhundert durchgeführt wurden; das Erdgeschoss stammt hingegen aus dem 18. Jahrhundert.
An der Fassade, auf Höhe des ersten Stocks, sind die Wappen der Familien und Institutionen zu sehen, die einst im Gebiet ansässig waren.
Die Grundrissgestaltung wiederholt sich auf allen drei Etagen des Gebäudes: ein zentraler Saal mit Holzbalken an der Decke und Räumen an den Seiten.
Der zentrale Saal im ersten Stock zeigt zwei kürzlich restaurierte Fresken, die die Wappen der Familien Corner und Pojana darstellen.
Die Keller des Palastes wurden in der Vergangenheit als Weinkeller genutzt, wie die deformierten Türen belegen, durch die die Fässer hindurchgebracht wurden.
Über dem zweiten Stock befindet sich dann der Loggia, von wo aus man das Zentrum des Dorfes und die Colli Berici beobachten kann.
Der Palast der Kanoniker beherbergt die Bibliothek von Barbarano und ist Schauplatz temporärer Ausstellungen und kultureller Veranstaltungen.