Eine alte Wassermühle, die nicht mehr in Betrieb ist. Das sind die Molini di Sopra, deren Name in verschiedenen schriftlichen Dokumenten erwähnt wird, die ihre Existenz zweifelsfrei bereits im Jahr 1000 n. Chr. belegen. Dieses Bauwerk spielte eine zentrale Rolle in der lokalen Wirtschaft, mindestens bis nach dem Zweiten Weltkrieg, und speiste das erste embryonale Stromnetz der Stadt.
Der architektonische Komplex besteht aus zwei einander gegenüberstehenden Gebäuden, von denen das Hauptgebäude, das an dem Graben entlang verläuft, der den Fluss Muson Vecchio umleitet, die Form eines „L“ annimmt. Zwischen den Gebäuden ragt ein alter Brunnen empor, in dem noch Wasser vorhanden ist.
Als Zeugnisse der Müllertätigkeit finden wir eine Reihe von Elementen. Zunächst zeigt der Stein von San Marco, der an der Wand des Gebäudes angebracht ist, den höchsten Pegel des Flusses Muson, den der Müller kannte. Zweitens kann man immer noch ein Modul des alten Gitters erkennen, dessen Funktion es war, Materialien zu filtern und den Durchgang all jener Stoffe zu behindern, die die hydraulischen Mechanismen der Mühle beschädigen könnten. Schließlich zwei Francis-Turbinen, die vermutlich zuerst zur Bewegung der Mechanismen der Mühle und später zur Erzeugung von Wasserkraft bis zur endgültigen Schließung des Betriebs verwendet wurden.
Zuletzt beherbergt der Komplex der Molini di Sopra eine barocke Brücke, die die Schleusen trägt und eine einzigartige Perspektive auf die umliegende Landschaft bietet: auf der einen Seite der Fluss Muson, der zu den Mühlen kommt und durch eine typisch flussartige Umgebung im Naturzustand gekennzeichnet ist; auf der anderen Seite der See der Molini di Sopra, umgeben von den Bäumen des kommunalen Parks von Mirano.