1998 eröffnet, zeigt das Paläontologische und Prähistorische Museum von Sant’Anna d’Alfaedo die Geschichte des Gebiets Lessinia im Westen. In seinen Sälen finden sich Fossilfunde, die Millionen Jahre alt sind, sowie prähistorische Artefakte aus dem Paläolithikum, dem Neolithikum und der Eisenzeit.
In der Abteilung zur menschlichen Urgeschichte kann man bedeutende Funde vom unteren Paläolithikum bis hin zum Neolithikum und zur Metallzeit bewundern. Ein Teil der hier ausgestellten Materialien wurde in der Fumane-Höhle und im Tagliente-Schutzraum von Stallavena gefunden.
Von diesen Stätten stammen Steinwerkzeuge, Schnitzereien auf Knochen, bemalte Steine und der Abdruck eines Skeletts, das in der Tagliente-Höhle, datierend auf das obere Paläolithikum, entdeckt wurde. Aus derselben Zeit stammt auch „der Schamane“, der in einer Vitrine ausgestellt ist. Zudem sind Keramiken und lithische Werkzeuge aus der Zeit vom Kupferzeitalter bis zur Eisenzeit zu bewundern. Sehr interessant ist das Skelett eines Bisons, das sich in der zentralen Vitrine befindet.
Die Abteilung für Paläontologie hingegen zeigt zahlreiche Beispiele von Fossilien, die während der Abbauarbeiten in den nahegelegenen Steinbrüchen von „Pietra di Prun“, einem typischen Ornamentstein der Region, gefunden wurden. Seine spezielle Schichtung, die in einer marinen Umgebung entstand, hat zahlreiche Fossilien in ihrem Entstehungsprozess eingefangen. Es handelt sich um Überreste von Wirbellosen wie Seeigeln oder Ammoniten sowie marinen Wirbeltieren. Letztere nehmen den Großteil des Raumes ein, mit großen Platten aus weiß-rosafarbenem Kalkstein, die skelettale Überreste von Haien bemerkenswerter Größe bewahren.
Ein wahres Juwel des Museums ist der Fund des Hais Cretodus, der zusammen mit den Überresten einer etwa 2 Meter langen Meeresschildkröte erhalten wurde, die wahrscheinlich seine letzte Mahlzeit darstellte. Es ist das vollständigste bekannte Fossil dieser Haiart bis jetzt.
Das Museum ist sehr einfach zu erreichen, da es sich am Platz von Sant'Anna d'Alfaedo befindet. Man kann das Auto direkt vor dem Eingang des Museums oder entlang der Hauptstraße parken.
Das Erdgeschoss des Gebäudes ist auch für Menschen mit Behinderungen zugänglich.
Außen, neben dem Museum, gibt es einige Bänke mit Steintischen, wo man sich ausruhen kann.