Die erste gesicherte Nachricht über die Kirche San Giovanni stammt aus dem Jahr 1529, als sie zur Rektorei erhoben wurde, aber sie könnte auf das XI. oder XII. Jahrhundert zurückgehen. Das ursprüngliche Gebäude war im romanischen Landstil, mit einem einschiffigen Raum und weitem Dachgebälk, mit einer nach Westen gerichteten Fassade, entsprechend dem alten Ritual. Im Laufe des 19. Jahrhunderts, wie es bei anderen Glaubensgebäuden im oberen Val d'Illasi der Fall war, wurde die Kirche von Bolca in den heutigen neoklassizistischen Formen (1859-1860) neu erbaut. Die innere malerische Dekoration ist ein Werk des 20. Jahrhunderts des Malers Alessandro Zenatello. Im Jahr 2002 wurde ein sorgfältiger konservatorischer Restaurierungsauftrag für den Glockenturm durchgeführt, der 1790 erbaut wurde, bevor die Kirche im 19. Jahrhundert umgebaut wurde.
An den Seiten des Schiffs öffnen sich vier halbrunde Seitenkapellen, zwei auf jeder Seite, mit einer nach außen überstehenden Struktur, die je ein kleineres Altar beherbergen: die Altäre der leidenden Madonna und der seligen Jungfrau auf der westlichen Seite, das Altar zu den Heiligen Anton von Padua und Rochus sowie das Altar zum Heiligen Herzen auf der gegenüberliegenden Seite. In der Nähe des Eingangs, im ersten Joch der östlichen Wand, befindet sich eine Nische, die in das Mauerwerk eingelassen ist und ursprünglich den Taufstein enthielt. An der östlichen Wand des Presbyteriums befindet sich die Sakristei, die mit dem Apsisraum kommuniziert und auch vom Schiff aus zugänglich ist.
Der Haupteingang ist vom Vorplatz davor erreichbar; an der westlichen Seite des Schiffs gibt es einen seitlichen Eingang. Auf der Gegenseite des Schiffs ermöglicht eine Öffnung den Zugang zu der Kapelle, die S. Teresa und S. Giovanni Bosco gewidmet ist und sich an die Seite des Schiffs anlehnt, während sie die gleiche Hauptachse beibehält und mit der Fassade zurückgesetzt im Vergleich zur Hauptansicht der Kirche ist. Der Glockenturm erhebt sich an der westlichen Seite des Presbyteriums und liegt gegenüber dem Verbindungspunkt mit dem Volumen des Schiffs.
Die Fassade hat ein Giebeldach. Zwei Paar dorische Lesene stützen die mit Girlanden verzierten Trabeation und rahmen das rechteckige Portal ein, das von einem Giebel überragt wird, über dem ein halbmondförmiges Fenster geöffnet ist. Giebel und Tympanon sind ohne verzierende Elemente. Auf der höchsten Spitze prangt ein elegantes eisernes Kreuz.