Nach etwa 40 Jahren der Herrschaft der Visconti, zu Beginn des 15. Jahrhunderts, gerät die Gemeinde Vestena unter die Macht der Republik Venedig und wird Lehen der Emo, einer der wichtigsten venezianischen Familien.
Ein Dokument vom 9. Juli 1414 erklärt, dass die Familie Emo die Jurisdiktion von Vestena erwirbt und somit die Befugnis, das Gebiet zu verwalten und der Bevölkerung Steuern aufzuerlegen.
Der Emo-Hof thront dominant im Tal des Alpone, was die Macht der Familie demonstriert, erbaut auf 500 m Höhe, eine relativ seltene Situation im Panorama der Villen.
Das Eigentum geht dann an die Familie Pieropan über (mit diesem Namen ist es bis heute noch verbunden).
Die Struktur des Ensembles ist als geschlossener Hof angelegt, mit einem einzigen Zugangstor, das Schutz gewährte, das Herrenhaus nach Süden ausgerichtet, die Galerie zum Tal und die angebauten Gebäude, in denen der Kastellan und der Verwalter wohnten, bildeten zwei Flügel und schlossen den rechteckigen Raum des Hofes ab.
Der architektonisch bemerkenswerteste Teil ist der schlanke Körper, an dem sich der Eingang zur Höhle öffnet, der sich nach Süden mit fast festungsähnlichen Formen erstreckt. Das Herrenhaus wurde während des Zweiten Weltkriegs schwer beschädigt, und fast alle historischen Zeugnisse gingen verloren.
Vom Original sind noch der Ofen, der "Kessel" aus Kupfer zur Erwärmung großer Mengen Wasser, die Säulen, die die Umfriedung des Hofes stützten, das Eingangstor und die Mauern entlang der Provinzstraße erhalten. 1944-45 wurde auch dieprivate Kapelle zerstört, die Teil des Gebäudes war und Holzstatuen und Fresken enthielt. Nahe dem Eingang, beim Tor, erinnert eine Tafel von 1818 an die Eröffnung der Straße, die Vestena mit Bolca verband.
Die Herren Pieropan, Eigentümer eines großen Teils der vestenesischen Gebiete, waren immer sehr gastfreundlich gegenüber Wissenschaftlern und Adligen, die die Fossilien von Bolca besuchten. 1921 verkauften sie "La Corte" an drei Ortsansässige, deren Erben nun verbleiben. Die wesentlichen Veränderungen an den Gebäudestrukturen lassen kaum noch die ursprüngliche Anordnung der Villa erkennen, aber nach einer kürzlichen Restaurierung wurde Villa Corte wiederhergestellt und beherbergt heute einen Bauernhof und einen Agritourismus.