Die Funde spiegeln ein maritimes Küstenhabitat wider, genauer gesagt ein lagunenartiges. Unter den verschiedenen Fossilien können Krebse, Reptilien, einige Vogelfedern, verschiedene Insektenarten und insbesondere über 150 Fischarten, darunter Haie und sogar Quallen, erwähnt werden, als Zeugnis des speziellen Fossilisierungsprozesses, der hier stattgefunden hat.
Die gefundenen Pflanzenarten, über 270, umfassen tropische Pflanzen, Algen, Palmen und marin lebende Blütenpflanzen. Die Fossilien wurden nicht nur im Steinbruch der Pesciara gefunden, sondern an verschiedenen Standorten, die alle eine eigene geologische Geschichte haben, in einigen Fällen seit Jahrhunderten bekannt und abgebaut (nicht umsonst sind die Fossilien von Bolca in den wichtigsten Museen der Welt und in reichen privaten Sammlungen vertreten). Der Besuch des Museums ist eine Reise durch Zeit und Raum, um einen besonderen Moment unseres Planeten, seiner Natur und seiner Evolution zu entdecken.
Die Hauptakteure dieses Museums sind die Fische: lebende Fische, die in zwei Aquarien schwimmen, und fossile Fische.
Das Fossilienmuseum, das sich über eine Fläche von etwa 700 m2 erstreckt, mit drei geräumigen Ausstellungsräumen auf zwei Ebenen, wurde mit modernen museografischen Kriterien realisiert. Der Museumsrundgang kann auf mehreren Ebenen durchgeführt werden. Die einfache Betrachtung der ausgestellten Objekte kann durch die Lektüre von Texten ergänzt werden, die lokal mit Farbenbildern angereichert sind und die aktuelle Fauna darstellen. Außerdem kann der Rundgang mit dem Ansehen eines Films und großen Tafeln ergänzt werden, die einige Rekonstruktionen der antiken Umwelt von Bolca vor 50 Millionen Jahren illustrieren.
Die beiden großen Meeresaquarien mit mediterranem und tropischem Ambiente im Erdgeschoss ermöglichen den Vergleich der heutigen Fauna mit der, die vor 50 Millionen Jahren lebte. Im Obergeschoss wird hingegen die große Vielfalt von Fauna und Flora hervorgehoben, die aus der Pesciara und dem Monte Postale stammen. Fische, Hummer, Garnelen, Krabben, Quallen, Vogelfedern, Insekten, Würmer, Landpflanzen usw. sind nach Lebensräumen unterteilt und werden von zahlreichen farbigen Bildern begleitet.
Im Juli 2014 wurde die neue Gestaltung des oberen Saals abgeschlossen. Durch spektakuläre Vergrößerungen fotografischer Aufnahmen werden besondere Aspekte der Fossilierung der dort ausgestellten Funde hervorgehoben. Endlich können eindrucksvolle Exemplare, die in den jüngsten Ausgrabungskampagnen gewonnen wurden, vom Publikum bewundert werden.