In Grezzana, auf dem Platz, befinden sich Reste römischen Ursprungs. Dieses Gebiet war wahrscheinlich eine Necropolis (eine Begräbnisstätte) bereits zur Römerzeit, wie die 1883 und 1886 im Bereich des heutigen Rathauses entdeckten Gräber zeigen. Die Grabungsinspektoren, Carlo Cipolla und Stefano De Stefani, beobachteten die großen, geschwungenen Blöcke, die auf dem Platz ausgerichtet waren, die 1860 während der Ausgrabungsarbeiten zur Demontage des Friedhofs geborgen wurden, und weitere ähnliche Blöcke, die in der Apsis der nahegelegenen Kirche der Heiligen Maria und Elisabeth eingemauert sind. Sie vermuteten, dass sie zu einem großen römischen runden Grabmal gehörten. Ihre Intuition wurde durch archäologische Untersuchungen von 2015 bis 2017 durch die Denkmalschutzbehörde bestätigt, mit der Entdeckung der Reste eines runden Grabmals mit einem Durchmesser von etwa 18 Metern, das aus großen, geschwungenen Blöcken aus lokalem, gut bearbeitetem Kalkstein bestand, die teilweise noch an ihrem Platz erhalten sind. Im Inneren wurden keine Fußbodenbeläge oder Strukturen gefunden, die auf das Vorhandensein einer Grabkammer hinweisen. Man kann vermuten, dass dieses Hügelmausoleum, mit außergewöhnlichen Dimensionen für Norditalien, eine Gesamthöhe von bis zu 5-6 Metern erreicht haben könnte und als markante Attraktion für Passanten diente, als Ausdruck des Reichtums und des gesellschaftlichen Rangs des Auftraggebers, dessen Grab, zusammen mit dem von anderen Verwandten, wahrscheinlich in einem angrenzenden Raum platziert war.
Die mögliche Datierung basiert auf typologischen Vergleichen: Grabmonumente dieser Art verbreiteten sich insbesondere während der Augustuszeit (Ende des 1. Jh. v. Chr. – Anfang des 1. Jh. n. Chr.), in Auftrag gegeben von reichen und mächtigen Persönlichkeiten, ähnlich dem, was der Kaiser für sich selbst in Rom gewollt hatte. Mit dem Laufe der Jahrhunderte, dem Aufkommen der neuen christlichen Religion, der Krise und dem Ende des Römischen Reiches, wurde das einmal imposante Mausoleum, das bereits in Ruinen lag, abgerissen.
Für einige Bestattungen, die in unterirdischen Sargkammern aus Steinplatten (Sarkophage) und für mehrere nachfolgende Beisetzungen angelegt wurden, wurden Teile von Gräbern und anderen antiken Bauwerken wiederverwendet, wie im Fall einer Bestattung, die mit einer im II. – III. Jh. n. Chr. datierten Grabplatte verwirklicht wurde (die jetzt im Eingang des Rathauses ausgestellt ist).
Die Nutzung des Gebiets als Pfarrfriedhof setzte sich bis 1806 fort und verwandelt sich später in einen Platz, auf dem der Viehmarkt stattfand. Nach den Arbeiten zur Umgestaltung des Stadtgebiets zwischen 2015 und 2017 wurden die Steine restauriert und auf dem Platz unter Berücksichtigung einer hypothetischen, aber plausiblen Rekonstruktion neu platziert, mit der Absicht, die Dimensionen des antiken Denkmals zu verdeutlichen.