Die Kapelle St. Peter steht auf einem vulkanischen Hügel, von dem aus man einen wunderschönen Blick genießen kann, der im Süden von der Ebene von Vicenza und dem Fluss Astico begrenzt wird, während rundherum die Berge der venetischen Voralpen wechseln.
Die Kapelle St. Peter ist vorzugsweise zu Fuß erreichbar, ausgehend von der Ortschaft Mare.
Als die erste Pfarrkirche von Lugo di Vicenza gilt sie, und erste Nachrichten über dieses kleine Gebäude stammen aus den frühen 1400er Jahren (genau im Jahr 1424). Im Laufe der Jahrhunderte wurde es mehrmals verändert, bewahrte jedoch immer seine Merkmale von Linearität und Einfachheit.
Da die Volkstradition, neben der Kirche, immer auf eine Burg verwies, kann man annehmen, dass die Kirche im Mittelalter von Mauern „befestigt“ war, um die Bevölkerung während der Überfälle barbarischer Völker zu schützen.
Die Fassade der Kapelle St. Peter, die nach Westen ausgerichtet ist, besteht aus vier Lisenen und wird von einem Giebel gekrönt, mit Überresten eines Bogens und einer marmornen Tafel über der Haupteingangstür. Man kann die Innenräume der Kirche auch über zwei seitliche Eingänge erreichen, die von einem Fenster und einer Schießscharte überragt werden. An der Nordseite der Kirche erhebt sich der Glockenturm. Im Nordwesten der Kirche befinden sich die Reste der Oratori St. Sebastian.
Bemerkenswert im Inneren sind die Dachkonstruktion mit Holzbindern, der Hauptaltar, der den Heiligen Peter und Paul gewidmet ist, sowie die Seitenaltäre, die Sant'Eurosia und San Sebastiano gewidmet sind, alle drei im barocken Stil. Schließlich ist die volkstümliche Überlieferung zu erwähnen, dass sich in den Tiefen des Hügels, auf dem die Kapelle steht, ein mythisches goldenes Kalb verbergen soll.