Die Villa Pacchierotti De Benedetti steht auf dem Gelände eines „castellaro romano”, einer antiken römischen Festung, von der noch Spuren in den Fundamenten der Barchessa erhalten sind, in einer Biegung des Flusses Brenta, unweit der Stadt Limena.
Die im 17. Jahrhundert errichtete Fassade weist in ihrer ursprünglichen Form drei dreiteilige Loggien auf, die an die Villa Angarano in Bassano del Grappa von Longhena erinnern, die schon vor Frigimelica Architekten aus Padua inspirierte. Diese Art von Pronaos mit drei sich überlagernden Ordnungen (toskanisch, ionisch, kombiniert) ist leicht vorspringend und ruht auf vier Stufen, die zum Haupteingang führen, der, da er sehr weit zurückgesetzt ist, einen großen schattigen Raum bildet und von einem Tympanon überragt wird. Das Ganze erzeugt auf diese Weise eine Wirkung von grandioser, aber schlichter und leichter Gelassenheit.
Die Villa weist den charakteristischen Grundriss des “venezianischen Hauses” auf, denn die drei Loggien entsprechen den entlang der Mittelachse verlaufenden Sälen, die alle eine beachtliche Größe aufweisen (14 m Länge und 6,70 m Breite im Erdgeschoss, 18,70 x 5,73 m im ersten Stock, 18,90 x 5,73 m im zweiten Stock), um die herum sich die anderen Räume verteilen, spiegeln aber auch den palladianischen Wohnhaustypus wider, der nicht nur für die private Nutzung durch die Eigentümer bestimmt war, wie das Vorhandensein der Barchessa beweist, die einst für bäuerliche Tätigkeiten genutzt wurde. Weicher und istrischer Stein sind die Materialien, die neben dem Pronaos zur Betonung bestimmter Details verwendet werden, wie z. B. die Gehwege und die Konturen der inneren und äußeren Durchgänge sowie die Statuen am Anfang der Auffahrt und die einer Madonna und zweier Heiliger auf dem Altar der Kapelle.
In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurde die Kapelle mit den für den Stil von Frigimelica typischen architektonischen Merkmalen auf der linken Seite der Villa errichtet, mit dem Eingang zu den Ländereien hin, um den Bewohnern aus dem Umland den Zugang zum Gottesdienst zu ermöglichen, flankiert von einem kleinen, mit Fenstern versehenen Gang zum Kirchenschiff hin, die für die Eigentümer bestimmt war. Die geräumigen und luftigen Barchessen auf der rechten Seite der Villa mit ihrer geordneten Struktur vervollständigen die Szenographie des Ensembles, das in das Grün des Gartens im italienischen Stil eingebettet ist.
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