Teatro Rivoli
Piazza Verdi, 1 , Valdagno - 36078
Das Teatro Rivoli in Valdagno wurde 1937 im Rahmen des riesigen architektonischen Projekts der "Sozialstadt" erbaut. 1928 beauftragte Gaetano Marzotto den Ingenieur und Architekten Francesco Bonfanti mit der Realisierung der gesamten "Sozialstadt", die auf der anderen Seite des Flusses gegenüber der historischen Stadt entstehen sollte. Das Projekt für das Imperium war von Anfang an grandios: Es bot Platz für fast 2000 Personen, genau 1861, zur Ehrung der Einheit Italiens, war modern in Bezug auf technische Neuheiten und reich dekoriert mit verschiedenen Marmorarten und Zubehör. Das Theater sollte verschiedene Funktionen erfüllen, insbesondere die als Bühne für Theater- und Musikaufführungen sowie als Kinosaal, doch ein so großer Raum konnte auch nicht auf propagandistische und symbolische Zwecke verzichten: Es war ein wahrhaftiges Denkmal für die Stadt, ein Symbol für Größe und Expansion sowie ein geeigneter Ort für große Veranstaltungen und besondere Ereignisse. Es wurde am 28. Oktober 1937 eingeweiht und hieß Lichtspielhaus Imperium. Die Geschichte dieses Theaters fällt zusammen mit den historischen und sozialen Veränderungen nicht nur in Valdagno, sondern in der ganzen Nation; mit dem Ende des Faschismus änderte das Imperium seinen Namen und wurde einige Jahre lang Teatro del Popolo zu Ehren der neuen Ideologie, die aus dem Ende des Zweiten Weltkriegs entstand. In den 50er Jahren stabilisierte sich das politische Klima, und das Theater fand schließlich einen Namen, den es bis zur Schließung tragen würde: Cinema Teatro Rivoli. Es wurde auch ein Entwurf für eine neue Fassade erstellt, die Ende der vierziger Jahre vom Venezianer Giuseppe Santomaso umgesetzt und dekoriert wurde. In den 70er Jahren gab es eine Krise, sowohl durch den Aufstieg des Fernsehens als auch durch neue Sicherheitsgesetze. Daher wurde das Theater geschlossen und wurde innerhalb weniger Jahre unbenutzbar. Die offizielle Schließung erfolgte am 30. Juni 1981.
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