Das Bild des Komplexes, das durch die Zeichnungen des 18. Jahrhunderts vermittelt wird, ist historisch spät und an eine ganz andere Funktion, als die ursprüngliche Hospiz für Pilger, gebunden. Die ursprüngliche Templeranlage wird von verschiedenen zeitgenössischen Wissenschaftlern anerkannt, jedoch nicht eindeutig in Akten und Dokumenten beschrieben; zudem bleibt es festzustellen, wie der Komplex umgestaltet wurde, als er an die Johanniter überging und welche weiteren Umwandlungen er zwischen dem 14. und 17. Jahrhundert erlebte. Das heutige Gebäude weist viele Merkmale der romanischen Architektur auf, sowohl im Baumaterial als auch in den verwendeten Dekorationselementen: Es ist durch ein einziges Langhaus gekennzeichnet, das in Ost-West-Ausrichtung orientiert ist, und ein Portikus, der sich an den Süda- und Westseiten erstreckt. Die nordseitige Fassade verdeutlicht die zahlreichen Veränderungen, die im Laufe der Zeit vorgenommen wurden, und insbesondere ist das Zeichen der Tür zu erkennen, die zum Friedhof führte. Das Erscheinungsbild des Mauerwerks bis zu einer Höhe von etwa drei Metern und die größeren Größen der verwendeten Ziegel bestätigen die Zugehörigkeit der Gebäudestruktur zum 12. Jahrhundert. Der schlichte und strenge Innenraum erinnert an die Proportionen des antiken architektonischen Raums: essentiell, lichtarm und mit einem einzigen Schiff, das mit drei Apsidiolen endet, von denen die zentrale die größte ist, gemäß einem architektonischen Typus, der an antike Modelle erinnert und in Norditalien seit dem 7. Jahrhundert präsent ist. Der Glockenturm gehört zu einer anderen Bauphase, da er an die Fassade anschmiegt, ohne strukturelle Verbindung, mit einem heutigen Sichtmauerwerk, das aus den baulichen Eingriffen der 60er Jahre resultiert, während er im 18. Jahrhundert mit Marmorino und Cocciopesto verputzt war.
Der später hinzugefügte Portikus stützt Bögen mit Kapitellen aus verschiedenen Formen und Materialien, wie Aurisina- und Cugnan-Stein, „Maßstein“, „Trachyt“. Zwischen 1723 und 1731 wurde eine Erweiterung an der Südostseite in übereinstimmung mit der jetzt gemauerten Seitentür realisiert: Dieses Eingreifen wurde damit begründet, den Eingang vor den Unwettern zu schützen und somit den Weg für die Prozessionen ganz unter Dach zu bringen; dies scheint heute durch die größere Länge der Lichte des letzten Bogens im Vergleich zu den anderen auf derselben Seite sowie durch andere bautypische Details bestätigt zu werden.