Die Grafen Capra, die seit den frühen Jahren des 12. Jahrhunderts Lehnsherren waren, kämpften oft mit den benachbarten Herren von Piovene und Thiene um die Kontrolle über das Gebiet. Mit dem Einzug der Herrschaft der Serenissima waren sie gezwungen, die Burg aufzugeben und ihren Wohnsitz in die Ebene zu verlegen.
Das edle Anwesen wurde zwischen 1444 und 1446 erbaut, wie die im Portikus des Herrenhauses eingravierten "Milleis" belegen.
Ab der Mitte des 16. Jahrhunderts gewann die Villa besondere Bedeutung, da die Besitztümer der Grafen Capra in Carrè 1552 zur Grafschaft erhoben wurden und Graf Odorico Capra 1648 den Titel eines Markgrafen vom Kaiser Ferdinand III. erhielt.
Um 1860 wurde die Villa von der Familie Filippi erworben.
Der Grundriss der Villa ist der einer geschlossenen Hofanlage: Nach Süden gewandt, befindet sich die Hauptfassade mit angrenzender Barchessa; die Taubenturm ist abgetrennt und durch eine Umfassungsmauer mit dem Wohngebäude verbunden.
Im Hinterhof sind noch zahlreiche rustikale Anbauten vorhanden, wie beispielsweise ein Brunnen, der aus einem antiken römischen Grab geschaffen wurde und im Laufe der Zeit tiefgreifenden Veränderungen unterzogen wurde.
Die Villa ist noch gut in ihrer ursprünglichen Form lesbar: Die Fassade des Herrenhauses, im gotischen Stil gestaltet, weist eine Loggia auf, die aus fünf großen Spitzbögen besteht, die auf dorischen Kapitellen ruhen.