Das kleine Heiligtum, das der Madonna von Lourdes gewidmet ist, wurde ab den frühen 1900er Jahren, konkret ab dem Jahr 1908, errichtet, zeitgleich zum fünfzigsten Jahrestag der Erscheinungen der seligen Jungfrau in Lourdes (im Zeitraum vom 11. Februar bis 16. Juli des fernen 1858).
Diese Ereignisse fanden so große Resonanz und hatten eine tiefe Auswirkung auf die Gläubigen, dass die Verehrung der Madonna in der Gemeinschaft von Piovene Rocchette, die bereits besonders mit der Mutter Christi verbunden war, noch fester verankert wurde.
Die Kirche wurde unter der Leitung des damaligen Pfarrers, Don Luigi Rigoni, erbaut, der viel Wert auf ihre Realisierung legte, sodass er das Grundstück und erhebliche Familienmittel zur Verfügung stellte.
Wenige Jahre später, im Jahr 1911, war die Struktur bereits vollendet.
Die Arbeiten hielten jedoch in den kommenden Jahren nicht an; tatsächlich wurde 1915 die Hauptfassade mit dem Kreuz an der Spitze und den beiden Statuen an den Seiten des Pavillons bereichert.
Der letzte Schliff kam zehn Jahre später: 1924-25 wurde der Glockenturm erbaut, um eine Glocke von 103 Kilogramm zu beherbergen. Das aktuelle, äußerst gepflegte Erscheinungsbild stammt aus dem Jahr 2008, als der Pfarrer Don Danilo Fantinato mit der gründlichen Restaurierung begann.
Wie man sehen kann, präsentiert sich die Struktur wie eine Perle, die zwischen den Wohnhäusern eingeklemmt ist. Auch wenn ihr Grundriss keine besonderen Maße hat, vermittelt die vertikale Entwicklung den Willen der Menschen, sich mit dem Himmel zu verbinden.