Die heutige Kirche wurde im 1771 in einem eleganten und raffinierten späten Barockstil erbaut. Sie steht jedoch auf einem vorausgehenden heiligen Gebäude aus dem XVI. Jahrhundert. Tatsächlich hatte sich 1502 in Montagnana eine Gruppe von Benediktinerinnen niedergelassen, die sich der Erziehung junger Mädchen widmeten, die ebenfalls im Kloster neben der Kirche untergebracht waren.
Diese Tradition setzte sich bis 1807 fort, als das Kloster von der napoleonischen Regierung aufgehoben wurde, und dann 1811 durch ein staatliches Mädcheninternat ersetzt wurde. Die Bildungseinrichtung ist bis heute aktiv und hat sich im Laufe der Jahre zu einem staatlichen Erziehungsinstitut entwickelt.
Die Kirche, die ihrer Kunstwerke und liturgischen Einrichtungsgegenstände beraubt ist, wird derzeit nicht mehr für den Gottesdienst genutzt; sie dient stattdessen dem öffentlichen Interesse und beherbergt Ausstellungen, Konferenzen und verschiedene Arten von Veranstaltungen. Das Innere, geräumig und reich an leuchtenden Eindrücken, zeigt eine Galerie, die um die Apsis verläuft, eine Ehrentreppe und einen prächtigen Chor mit Holzständen.