Die Existenz einer Kapelle in Campofontana ist seit dem 14. Jahrhundert dokumentiert. Es handelte sich um ein sehr kleines Gebäude, das bis heute existiert und als Werktagskapelle genutzt wird. Abgetrennt von der Pfarrei Selva di Progno, von der sie abhängig war, wurde sie 1606 zur autonomen Pfarrei erhoben.
Im selben Jahr begannen die Bauarbeiten für ein neues, geräumigeres Gebäude im romanischen Landhausstil. Schließlich wurde 1812 die romanische Kirche abgerissen, um Platz für die aktuelle neoklassizistische Kirche zu schaffen, die 1825 fertiggestellt und 1834 geweiht wurde. Das Gebäude hat eine Fassade mit einem Pseudotetrastilen Giebel, die nach Süden ausgerichtet ist.
Der Grundriss besteht aus einem einzigen rechteckigen Raum, mit einem um drei Stufen erhöhten quadratischen Presbyterium, das mit einer halbrunden Apsis endet. An den Seiten des Raumes sind vier kleinere Altäre angebracht: die Altäre von S. Rocco und von S. Giuseppe auf der westlichen Seite, die Altäre von der Addolorata und von S. Cuore auf der gegenüberliegenden Seite.
Die inneren Fassaden sind von einfachen Lisenen gegliedert, auf denen ein profiliertes Rahmenwerk errichtet ist, das die gesamte Komposition verbindet. Das Presbyterium, das durch einen triumphalen Rundbogen eingeführt wird, wird an den Ecken durch halb-säulenartige polystilische Elemente definiert; in der Mitte der Apsiswand befindet sich das Altarbild, das in einen Rahmen in buntem Marmor eingefügt ist.
Der Raum ist mit einer flachen Gewölbe gedeckt, die in der Mitte mit einem Fresko des Malers Rocco Pittaco aus dem Jahr 1866 dekoriert ist, das die Himmelfahrt Marias darstellt. Das Presbyterium wird von einer flachen Kuppel überragt, die ebenfalls mit Fresken von Pittaco dekoriert ist, und die Apsis ist mit einer halbkugelförmigen Kuppel bedeckt.
Es hat ein Zweigelddach mit tragender Holzstruktur und einer Dacheindeckung aus Ziegeln. Der Boden der Langhaus ist aus hellen Botticino-Marmorplatten gefertigt, während das Presbyterium mit Platten aus Botticino-Marmor und gelbem Nembro in einem geometrischen Muster verlegt ist.