Die ältesten Dokumente, die sie erwähnen, stammen aus dem 12. Jahrhundert, aber man glaubt, dass das Gebäude mindestens seit dem frühen Mittelalter existierte und die ursprüngliche Struktur frühchristlich war.
Die heutige Kirche ist romanisch, weist jedoch erhebliche gotische Einflüsse auf und bewahrt in ihren grundlegenden Linien das Aussehen aus dem 13. Jahrhundert, trotz der zahlreichen Umgestaltungen und Erweiterungen, die im Laufe der Jahrhunderte durchgeführt wurden.
Die Fassade ist sehr schlicht und elegant, verkleidet mit Ziegeln aus Terrakotta aus Treviso und geschmückt mit einem äußeren Vorbau, der von zwei Säulen aus Stein getragen wird; unter dem Vorbau ist das Gewölbe über dem Portal mit einem Fresko verziert, das den heiligen Martin zeigt, der seinen Mantel mit einem Armen teilt.
Im Inneren sind an den Wänden noch Fragmente eines Freskos aus dem 16. Jahrhundert sichtbar, das einst die Wände vollständig schmückte; heute bleibt nur ein Bild der Heiligen Lucia lesbar. Die Kapelle des Taufbeckens aus dem 17. Jahrhundert ist vollständig mit Fresken geschmückt: an den Wänden sieht man den Zyklus der Geschichten des heiligen Martin, datiert auf 1608, während die Decke eine Herrlichkeit des Paradieses zeigt, die ungefähr in denselben Jahren gemalt wurde. Auch die Taufe ist antik, aus griechischem Marmor, auf einem Sockel aus afrikanischem Marmor; die Metallkuppel, die sie bedeckt, ist hingegen eine moderne Ergänzung. Der Presbyterium und der Hauptaltar stammen aus dem späten 17. Jahrhundert. Über dem Altar befindet sich ein wertvoller goldverkleideter Polyptychon, der der Schule von Giambellino zugeschrieben wird; das Werk besteht aus elf Tafeln, die auf drei Ebenen verteilt sind.
Außerhalb der Kirche erhebt sich der Glockenturm, der, wie die Kirche, mit Ziegeln aus Terrakotta verkleidet ist.