Der Komplex spiegelt sicherlich die dekorative Üppigkeit und den Aufwärtsdrang wider, die für das 17. Jahrhundert charakteristisch sind: "es ist vielleicht die barockste der Villen an der Riviera del Brenta, nicht so sehr wegen der Vielfalt und Freiheit der dekorativen Elemente, sondern wegen des Dynamismus der Öffnungen, die in Höhen und Größen im strengen Symmetrie des Bauwerks wechseln" (Scarpari, 1980). Dem rigoros dreigeteilten Grundriss und der Fassade steht die Dekoration gegenüber, die vom Erdgeschoss den Blick nach oben durch neue formale Lösungen lenkt, wie die beiden Ovalen, die von quadratischen Öffnungen im Vorbau des Erdgeschosses überragt werden, bis hin zum dreieckigen Giebel auf der zentralen Achse, die durch zwei ovale Öffnungen unterbrochen wird und schließlich in den unzähligen Pinnakeln mündet, die darüber hinausragen.
Die Villa, die am linken Ufer des Naviglio Brenta steht, ist von einem jahrhundertealten Park umgeben und hat im Westen eine elegante Barchessa mit steinernen Elementen und im Osten eine kleine, noch geweihten Kapelle sowie einige landwirtschaftliche Anbauten.
Die Rückseite, die einen krassen Kontrast zur Vorderansicht bildet, weist hingegen eine anonyme Fassade auf, die durch die serielle Wiederholung von rechteckigen Öffnungen im Erdgeschoss und im ersten Stock sowie quadratischen Öffnungen im Dachgeschoss geprägt ist.
Besonderes Interesse weckt die überdachte Barchessa, die wahrscheinlich zeitgleich mit dem Herrenhaus (Bassi, 1987) entstand und sich entlang der Achse Ost-West erstreckt: es handelt sich um einen langen, parallelepipedischen Körper, der durch fünf Arkaden mit Vollbögen gekennzeichnet ist.
Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich hingegen die kleine Kapelle mit einem einzigen Schiff, deren Hauptfassade von einem dreieckigen Giebel überragt wird, der von pseudokorinthischen Pilastern gestützt wird.