Die Villa Forni Cerato wurde um 1565 erbaut, indem ein bestehendes Gebäude umgestaltet wurde, auf Auftrag von Girolamo Forni, einem wohlhabenden Holzhandelskaufmann, jedoch ohne adligen Titel, was für palladianische Villen ein eher seltenes Phänomen ist. Forni hatte geschäftliche Beziehungen zu Andrea Palladio als Holzlieferant, und das ist einer der Gründe, warum die meisten Kritiker das Design dieser Villa Palladio selbst zuschreiben; der Entwurf der Villa ist außerdem in "Die Fabriken und Entwürfe von Andrea Palladio" von Ottavio Bertotti Scamozzi enthalten.
Es ist wahrscheinlich, dass der schlichte Minimalismus des Gebäudes den bürgerlichen sozialen Status des Eigentümers widerspiegelte.
Das Gebäude ist seit 1996 auf der UNESCO-Welterbeliste verzeichnet.
Die Formsprache der Villa hat Zweifel an der tatsächlichen palladianischen Urheberschaft geweckt, ebenso wie die schlichte Grundrissgestaltung des Gebäudes. Tatsächlich ist die Villa das Ergebnis der Umgestaltung des bestehenden Hauses, und der Blickwinkel muss umgekehrt werden, um die palladianische Intelligenz zu erfassen, die Bedingungen in expressive Möglichkeiten verwandelt.
Zu jener Zeit besaß die Villa eine reiche skulpturale Dekoration, teilweise dokumentiert von Alessandro Vittoria. Die benachbarten landwirtschaftlichen Gebäude und die Taubenschläge sind verfallen. Die Villa Forni Cerato ist stets Gegenstand von wissenschaftlicher Untersuchung und historiografischer Analyse gewesen.
Villa Forni Cerato
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