Die kleine Kirche San Giorgetto dei Domenicani wurde zwischen Ende des 13./Anfang des 14. Jahrhunderts erbaut. Die Kirche nannte sich ab dem Jahr 1424 "San Pietro Martire", als sie der gleichnamigen Bruderschaft anvertraut und im Jahr 1494 von der Familie Salerni übernommen wurde. Im Jahr 1807, im Anschluss an die napoleonische Besetzung, ging sie in den Besitz der Stadt Verona über und wurde von der Pfarrei Sant'Anastasia genutzt.
Ein besonderes Beispiel für die Skulpturen des 14. Jahrhunderts ist der Grabbau des Bavarino de' Crescenzi (1346) auf der Fassade, sowie das Grab des Guglielmo di Castelbarco (1321), von dem man annimmt, dass es der Prototyp der Skaligergräber sei. Es befindet sich auf der Höhe des Bogens, der die Kirche und die Fassade von Sant'Anastasia verbindet und durch den man zum Dominikanerkloster gelangte.
Der Innenraum besteht aus einem einzigen Schiff und ist eine der bedeutensten Freskengalerien des 14. Jahrhunderts in Verona, die weder San Zeno noch Sant'Anastastia nachsteht. Die Malereien wurden in nah aufeinander folgenden Phasen ausgeführt. Das älteste Fresko besteht aus einem zweifachen Band mit Pflanzenmotiven, ein drittes Register zeigt 18 Wappen deutscher Adliger.
Leitmotiv der Bilder ist die Darstellung eines Ritters, der vor der Madonna mit dem Kind kniet, sowie mehrerer Heiligen, unter ihnen der heilige Georg. Über dem Altar befindet sich eine Kreuzigung, eine Anbetung der heiligen drei Könige, die Messe des heiligen Gregorio oder auch das Wunder von Bolsena genannt, sowie der heilige Georg und die Prinzessin. Diese Fresken sind auf die Mitte des 14. Jahrhunderts zurückzuführen und beziehen sich auf die Schule des Turone.
Zeitgleich befindet sich auf der nördlichen Seite die Madonna auf dem Thron mit Kind zwischen der heiligen Caterina, dem heiligen Georg und einem betenden Ritter, dem heiligen Christophorus auf der einen und dem Märtyrer Petrus auf der anderen Seite.
Auf der gegenüberliegenden Wand wurden kürzlich zwei Werke des Bartolomeo Badile restauriert.
Im Jahre 1514 schuf Giovanni Maria Falconetto im oberen Teil der Ostwand die große Allegorie mit der Verkündigung Mariens.