Nur wenige Schritte vom Geopaleontologischen Museum in Camposilvano entfernt, erreichbar über einen etwa 500 Meter langen Treppenweg, der direkt vom Museum ausgeht, befindet sich das Amphitheater von Covolo.
Es handelt sich um eine sehr eindrucksvolle und völlig von Vegetation umhüllte Karsthöhle, die mehr als 80 Meter tief ist. Die Höhle war einst eine riesige unterirdische Kaverne, die aus dem Gestein des Rosso Ammonitico besteht, dessen obere Decke eingestürzt ist. Wenn man zum Zentrum des Amphitheaters hinuntersteigt, erreicht man einen atemberaubenden Aussichtspunkt, von dem aus man den tiefen Eingang der Höhle bewundern kann.
Der Covolo wurde seit den ältesten Zeiten, mindestens vor 50/70 Tausend Jahren, als Zuflucht genutzt, auch in römischer Zeit (genutzt als natürlicher Ort zur Lebensmittelkonservierung) und im Mittelalter, bis in modernere Zeiten.
Im Inneren wurden neben Ammonitenfossilien auch Überreste der Anwesenheit des prähistorischen Menschen gefunden, die im Museum in der Abteilung für Vorgeschichte ausgestellt sind.
Der Covolo wird von vielen Historikern als der Ort angesehen, an dem Dante sich für die Beschreibung der Höllenkreise und des gefrorenen Sees Cocito in der Göttlichen Komödie inspirieren ließ, während die Volksüberlieferung ihn als Wohnort fantastischer Wesen wie Orks und Feen (streitlustige menschliche Kreaturen) beschreibt.
Der Besuch des Covolo ist über das Museum von Camposilvano während der vorgesehenen Öffnungszeiten möglich.