Der Palazzo Miniscalchi steht in der Via San Mamaso und ist ein hervorragendes Beispiel der spätgotischen Architektur. Die ihn dekorierenden Elemente (das Eingangstor, zwei große Biforen und 16 Fenster) stammen aus der Werkstatt des Künstlers Agnolo di Giovanni, der sich in Verona aufhielt und gegen 1480 in den Kirchen San Tommaso Cantuariense und Sant’Eufemia künstlerisch tätig war.
Die Fresken, die die gesamte Fassade bedecken, stammen aus einer späteren Epoche, d.h. vom Ende des 16. Jahrhunderts. Die oberen und die mittleren Register verdanken wir Michelangelo Aliprandi, der sich Veronese zum Vorbild genommen hatte. Das Fries des unteren Registers ist Werk des Tullio India des Älteren.
Der Palazzo Miniscalchi-Erizzo ist mit dem Palazzo Miniscalchi verbunden, wendet sich der Via Garibaldi zu. Es handelt sich um einen klassizistischen Bau, der in die Zeit ab 1875 einzuordnen ist. Bis März 1977 war er Wohnsitz der Familie Miniscalchi.
Nach langen und kostspieligen Restaurierungsarbeiten wurde 1990 das Gebäude in das Museum Miniscalchi-Erizzo umgewandelt und der gleichnamigen Stiftung übergeben, einer gemeinnütziger Organisation, die so den Namen der Familie ehrt.