Man nimmt an, dass die Brücke vor 89 v.Chr. errichtet wurde, da sie nicht an das städtische römische Straßennetz angebunden war. Sie überbrückte die Etsch dort, wo schon seit Urzeiten eine Furt zwischen dem San Pietro Hügel und dem Flachland bestand. In den folgenden Jahrhunderten war sie mehrmals zusammengebrochen und in Folge dessen wiederholt aufgebaut worden.
Die bedeutendsten Eingriffe fanden im zweiten Jahrhundert n. Chr. statt, als Marmorblöcke in die Brücke eingefügt wurden. Der Eingriff von 1298 sah den Bau der Türme an den Brückenköpfen vor, von denen einer 1801 zerstört wurde. Im Jahr 1520 war Fra’ Giocondo mit der Restaurierung der Brücke beschäftigt. 1957-59 hatte man die Brücke vollständig wiederaufgebaut, da die Deutschen sie auf ihrem Rückzug 1945 gesprengt hatten.
Die Steinblöcke und Ziegelsteine, die bei der Explosion in das Flussbett geschleudert wurden, ließ man einsammeln, ordnen und nummerieren und konnten so beim Wiederaufbau verwendet werden. Die heutige Brücke hat fünf Bögen, die ersten beiden links, aus Veroneser Kalkstein, stammen aus römischer Zeit. In den Brückenpfeilern, zwischen den beiden Bögen, kann man eine der beiden kleinen Öffnungen sehen.
Ursprünglich befand sich in jedem Brückenpfeiler eine Art Fenster, das eine Strömungsregulierung bei Hochwasser ermöglichen sollte. In der Biegung des zweiten Brückenbogens erkennt man eine männliche Figur aus Stein des 2. oder 3. Jahrhunderts n. Chr..
Der rechte Brückenbogen, auf dem der übrig gebliebene Turm am Brückenkopf steht, wurde von Alberto I della Scala (1298), wobei man vor allem Ziegel verwendet hatte, restauriert.
Die beiden Mittelbögen gehen wahrscheinlich auf die Rekonstruktion von 1520 zurück.