Verona for Kids
Arena di Verona
Piazza delle Erbe
Torre dei Lamberti
Piazza Dei Signori
Cortile Mercato Vecchio
Cortile del Tribunale

Via Leoncino, 61 , Verona - 37121

Willkommen in Verona! Um die Stadt kennenzulernen, starten wir von der Piazza Bra aus, dem größten Platz der Stadt. Wir raten dir, die Piazza durch die zwei großen, mit Zinnen versehenen Tore mit einer großen Uhr, die die Veroneser „Portoni della Bra“ (Eingang zur Piazza Bra) nennen, zu betreten. Während du die „Portoni“ durchquerst, schau geradeaus und auf der linken Seite siehst du einen langen Bürgersteig mit rosafarbenen Steinen, dort zeigen sich Paläste in verschiedenen Farben, Formen und Größen. Das ist der „Liston“, ein „großer Bürgersteig“, auf dem sich die Stadtwache aufstellte. Es ist ein Ort, den die Veroneser sehr schätzen, denn jedes Jahr, am 13. Dezember, findet dort zu Ehren der Heiligen Lucia ein Fest statt, das besonders den Kindern gewidmet ist. Der Liston ist immer voll von Menschen; auch du kannst dort auf und ab gehen oder dir einen schönen Platz an einem der zahlreichen Tische suchen und die Atmosphäre genießen. Vorher aber musst du die wunderschönen Bauwerke am Platz besichtigen.

Rechts von den „Portoni“ steht der Palast „Gran Guardia“ (Hauptwache). Gegenüber steht auch noch ein anderes großes Gebäude aus dem 19. Jahrhundert im Stil eines römischen Tempels, der Palazzo Barbieri, in dem sich das Rathaus befindet. Nicht weit davon steht die große Arena. Sie ist eines der bedeutendsten Wahrzeichen Veronas. Die Arena ist nach dem Kolosseum in Rom das zweitgrößte noch erhaltende Amphitheater aus römischer Zeit. Auch damals zählte sie mit ca. 30.000 Zuschauern zu den größten Arenen des Römischen Reichs.

Um dir eine Vorstellung zu machen, wie die Arena aussah, als sie noch ganz war, musst du um sie herumgehen und genau den „Flügel“ beobachten, den einzigen noch erhaltenen Teil der äußeren Mauer (der die Arena wie einen Ring umgab): wie du siehst, bestand das Äußere der Arena aus drei mit Bögen versehenen Reihen. Jedem dieser äußeren Bögen entsprach ein Durchlass des inneren Rings. 

Weißt du, wie viele Durchlässe jede Reihe hatte? Lauf um das Amphitheater herum, verzähl dich nicht und du weißt es!

Wie in allen Amphitheatern fanden auch in der Arena von Verona Wettkämpfe und Spiele statt, die alle römischen Bewohner begeisterten: Gladiatorenkämpfe, Jagd auf wilde und exotische Tiere und vielleicht auch nachgestellte Schiffsschlachten. Nach dem Fall des Römischen Reiches wurde die Arena auch weiterhin für große Aufführungen und Veranstaltungen genutzt: zum Beispiel gab es im Mittelalter einen Jahrmarkt, Sportereignisse, Tiervorführungen. Sogar Flüge mit einem Heißluftballon gab es später dort. Im Jahre 1913 fand zum ersten Mal eine Opernaufführung statt: Aida von Giuseppe Verdi. Seitdem veranstaltet die Arena jeden Sommer Opernfestspiele, die zum größten Freiluftfestival weltweit geworden sind. 

Wenn du Lust hast, die Arena von innen zu sehen und sie genauer kennenzulernen, geh ruhig hinein… Es sei denn, du denkst, dass du lieber einen Sprung in die kleine Grünanlage machen möchtest, die sich in der Mitte des Platzes befindet und die mit jahrhundertalten Bäumen ein schattiges Plätzchen bietet. Du kannst auf den Sockel der Statue von Vittorio Emanuele II. klettern oder um den Brunnen laufen (die kleine Insel, die sich in der Mitte befindet, stellt die Alpen dar und ist ein Geschenk von Veronas Partnerstadt München).

Wenn du lieber shoppen gehen willst oder dir einfach nur die Schaufenster ansehen möchtest, kannst du in die eleganteste Straße Veronas einbiegen, die Via Mazzini, von alters her eine Fußgängerzone, die in ganz Europa bekannt ist. Sie beginnt an der Seite der Arena in der Verlängerung des Liston. Sie ist eng und lang, führt an schönen Palästen vorbei und beherbergt einige der schönsten Läden Veronas. Sie ist fast immer voll mit Touristen und Veronesern, die sich dort treffen um das eine oder andere Schwätzchen zu halten. Von den Älteren wird sie immer noch mit ihrem alten Namen, Via Nuova, genannt.

Während du die Via Mazzini entlanggehst, wirf einen Blick auf die Straße. Diese wurde vor einigen Jahren erneuert und es wurden schöne Steinplatten aus Veronas Umgebung verwendet. Du kannst auch in eine der kleinen Seitengassen abbiegen, die relativ gleichmäßig senkrecht von der Hauptstraße abgehen. Dort findest du ebenfalls schöne Läden, antike Paläste und sympathische Bars, wo du etwas trinken kannst. Wenn du gut aufgepasst hast, wirst du bemerken, dass von der Via Mazzini nur gerade Straßen abgehen. Zusammen mit den anderen Straßen des Zentrums bilden sie eine Art Schachbrett. Die heutigen Straßen ahmen ein perfektes Abbild der Straßen nach, wie sie zu römischen Zeiten waren. Um dir ein genaueres Bild von dem römischen Straßennetz Veronas zu machen, suche die Bronzeplatte am Ende der Via Mazzini (wenn du aufgepasst hast, hast du bestimmt eine ähnliche Platte am Anfang der Straße gesehen): Sie stellt das Stadtbild Veronas dar, wie es im ersten Jahrhundert v.Chr. ausgesehen hat. 

Nach ein paar weiteren Schritten landest du direkt auf der Piazza Erbe. Gehe auf die linke Seite und bleibe vor einem großen, mit Zinnen versehenen Palast stehen, dem Domus Mercatorum. Im Mittelalter war dies das Geschäftszentrum. Aber wer betrügen wollte … für den gab es auch ein Gefängnis! Schau dich um… die Piazza hat eine gerade und langgezogene Form, die ziemlich genau dem antiken römischen Forum entspricht, das sich hier befand. Einige der Paläste hier sind sehr schön, und zwei Türme überragen deutlich die Dächer: zu deiner Linken, der Turm Gardello, der von Cansignorio della Scala in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts errichtet wurde. Er besteht aus Ziegelsteinen und beherbergte eine außergewöhnliche Glocke, die du heute ganz nah im Castelvecchio-Museum sehen kannst. Auf der rechten Seite des Turms befindet sich der Palazzo Maffei, der stolz seine Dekorationen und eine Reihe von Statuen zeigt: er entstand 1668. Gegenüber steht eine große Säule mit einem geflügelten Löwen, der ein gutes Buch liest… natürlich erinnerst du dich, es ist der Löwe des heiligen Markus und dieser symbolisiert die lange Herrschaft Venedigs. Der andere Turm auf der Piazza ist viel größer und imposanter, sein Name ist Torre dei Lamberti, nach einer alten Veroneser Familie. Wenn du Lust hast, kannst du den Turm auch besteigen (aber nur, wenn du keine Höhenangst hast, denn der Turm ist 84 Meter hoch) und ein unglaubliches Panorama über die Stadt genießen. Der Turm wurde aus sich abwechselnden roten und weißen Ziegelsteinen errichtet und hat eine große Uhr in der Mitte, die dir bei jedem Schlag sagt: „Beeil dich, es ist schon spät“.

Kehren wir nun auf die Mitte der Piazza zurück, wo sich ein Monument befindet, das für viele das Symbol der Stadt darstellt und nach dem Willen von Cansignorio della Scala gegen Ende des 14. Jahrhunderts geschaffen wurde: der Brunnen der Madonna Verona. Mach einen Versuch und schließ die Augen für einen Augenblick… Wenn du Glück hast, hörst du dasselbe Plätschern des Wassers, die Stimmen und die Geräusche der Tiere wie damals im 14. Jahrhundert und in den darauffolgenden Jahrhunderten. Viele berühmte Personen haben dies versucht oder haben begeistert davon erzählt …, allen voran der Maler Angelo Dall’Oca Bianca und sein Dichterfreund Berto Barbarani…

Ebenfalls auf dem Platz findest du weitere interessante Besonderheiten: die „berlina“, eine Art kleines Haus aus Marmor, das bei der Feier zur Amtseinführung des Stadtvogts genutzt wurde. Ein bisschen weiter die 1401 errichtete Marktsäule mit einem Schrein an der Spitze; sie trug die Insignien der Macht der Stadt. Wenn du genau hinsiehst, findest du auf den Stufen und Säulen die Veroneser Maßeinheiten. Übrigens, die Tradition will, dass die Pflastersteine des „toloneo“, das heißt des Zentrums des Platzes, mit einer Seitenlänge von etwa einem Meter die Maßeinheit darstellen, um zu bestimmen, wie viel für einen Platz auf dem Markt zu zahlen war. Wirf einen letzten Blick auf die Piazza und erfasse dabei die Schönheit der bunten Fresken der Mazzanti-Häuser, die daran erinnern, dass Verona im 15. Jahrhundert als „bemalte Stadt“ sehr berühmt war: Fast alle Wohnhäuser waren mit Fresken verziert, und die bunten Farben erweckten die Bewunderung der Reisenden. Um eine bessere Vorstellung von den damaligen Häusern zu bekommen, kannst das Fresken-Museum beim Grab der Giulietta besuchen.

Jetzt laden wir dich ein, die Piazza zu verlassen und wir gehen durch den Arco della Costa: du wunderst dich über den Walknochen, der dort oben hängt? Die Veroneser haben sich mittlerweile an dieses bizarre Ornament gewöhnt, das seit Jahrhunderten zum städtischen Leben gehört. Vielleicht war es einst ein Zeichen für die „speziali“ (man könnte sie die früheren Apotheker nennen), die ihre Tätigkeit in diesem Viertel ausübten. Dich überrascht auch bestimmt der Unterschied zwischen der lauten und belebten Piazza Erbe und der leisen, eleganten Piazza dei Signori: Es ist, wie wenn man den Salon eines wichtigen Hauses betritt. Viele der Paläste rundherum sind mit Zinnen versehen, die Mauern zeigen das Wechselspiel zwischen roten und weißen Ziegelsteinen, wie es die Veroneser im Mittelalter liebten. Du fühlst dich beobachtet? Wenn du nach oben schaust, entdeckst du viele Statuen, die dich verstohlen von oben herab anschauen. Auf der linken Seite über dem Bogen steht Girolamo Fracastoro und verspricht, dem ersten ehrlichen Menschen, der unter dem Bogen hindurchgeht, die Erdkugel auf den Kopf fallen zu lassen!

Der schöne Palast daneben wird Loggia von Fra‘ Giocondo genannt. Er wurde Ende des 15. Jahrhunderts errichtet und zeigt fünf Statuen berühmter Veroneser aus römischer Zeit. Sie scheinen aber zum Glück in Gedanken vertieft und nicht zu scherzen geneigt. In der Mitte der Piazza steht die Statue einer nachdenklichen, in einen Mantel gehüllten Figur, die sich zu fragen scheint „Was wird mit uns geschehen?“ Es ist ein großer florentinischer Dichter und Denker, der zwischen dem 13. und 14. Jahrhundert lebte, Dante Alighieri. Dante hegte große Dankbarkeit gegenüber Verona, denn als er einst aus Florenz fliehen musste, hatten ihn die Signori della Scala bei sich aufgenommen und beschützt. Die Signori della Scala waren eine mächtige Familie, die in diesen Palästen lebte und Verona und die angrenzenden Städte beherrschte. Dante schloss eine enge Freundschaft mit Cangrande I., dessen Palast der am Ende des Platzes zu sein scheint. Deshalb geht Dante hier noch immer „spazieren“. (Falls du Cangrande I. besser kennenlernen möchtest, siehe „Wenn du lächelst, gehörst du zu uns“).  

Dieser großräumige Platz ist der ideale Ort um sich die Füße zu vertreten: es gibt auch noch so viele versteckte und verwinkelte Ecken zu entdecken... Fang an mit der „Erkundung“ der römischen Straße, die unter der Via Dante liegt (an der Ecke mit dem hohen Turm der Skaliger) und die man ein Stück lang begehen kann und die man danach durch die eigens geschaffenen Öffnungen sehen kann. An der Einbiegung dieser Straße, an der Mauer des Palastes auf der rechten Seite, kannst du eine Fratze aus Stein mit finsterem Gesicht bemerken. Ihr breiter offener Mund war eine Art Briefkasten für Nachrichten… geheim und anonym! Hier konnte man tatsächlich die Wucherer, skrupellose Geldhändler, anprangern, die sich an den Schulden anderer bereicherten!

Von der Piazza dei Signori kannst du den Hof des Rathauses (Palazzo del Comune) betreten und die beeindruckende, monumentale „Treppe des Rechts“, Scala della Ragione, hochgehen, sie ist in nächster Nähe zum Hof des Gerichts, des Palazzo Tribunale. Hier findest du in einigen Metern Tiefe weitere große Durchblicke auf die archäologischen Ausgrabungen von vor rund zwanzig Jahren. Es sind Reste der Römer, Langobarden und aus dem Mittelalter, die sich als so interessant herausgestellt haben, dass man sich entschied, sie freizulegen und den Betrachtern eine „Zeitreise“ zu erlauben. Wenn du neugierig bist, kannst du auch die Scavi Scaligeri betreten, wo du die Reste der Antike aus der Nähe und gleichzeitig Fotoausstellungen ansehen kannst, die dort im Verlauf des Jahres veranstaltet werden.

Unser kleiner Ausflug ist nun zu Ende… Du kannst dich jetzt ein bisschen im Schatten des jahrhundertealten Gingko Baumes auf der Piazza Viviani ausruhen, auf der sich einst die weiten Gärten der Signori della Scala befanden. Wir erwarten dich schon für eine neue Entdeckungstour durch Verona… Auf Wiedersehen!

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