Im 17. Jahrhundert befand sich der Hof im Besitz des weiblichen Klosters San Domenico in Vicenza, das an die Familie Zerbato vermietet wurde. Nach der Aufhebung des Klosters in der napoleonischen Zeit und dem Übergang des Eigentums ehemaliger religiöser und sozialer Einrichtungen an das österreichische Staatsvermögen erwarb Gaetano Zerbato das Haus und den Hof vom österreichischen Staatsvermögen. Seine Söhne Giovanni und Francesco erweiterten die alten Ställe, die an die Mauern von Contrà Busìn angrenzten, und bauten gegenüber dem Wohnhaus das prächtige Portikus mit großen Bögen, darüber ein falsches Attikageschoss und zwei Etagen von Werkstätten zur Seidenverarbeitung. Sie ließen den Musiksaal mit dorischen halb-säulen verschönern, richteten die Stallungen und die Tinazzara ein. Ihr Enkel Francesco Clementi krönte diese letzten Gebäude mit guelfischen Zinnen und verwandelte die jahrhundertealte Taubenhaus in ein neogotisches Türmchen.
Unter den bemerkenswerten Strukturen der Villa ist der Weinkeller, der von Francesco eingerichtet wurde. In den 1950er Jahren konnte man dort wie in einem Schre sanctuary hinuntersteigen. Antike Flaschen verschiedener Formen und in unterschiedlichen Farben je nach den Weinen, die sie enthalten sollten, lehnten sich auf den Regalen. Das Bewässerungs- und Temperatursystem im Gemüsegarten, der innerhalb des umgrenzten Bereichs des Brolo lag, funktionierte 1965 noch. Becken, Rinnen und Sprinkler, die aktiviert wurden, verbreiteten den Duft von Thymian, Reseda, Minze, Salbei und Rosmarin in der Luft.
Im Jahr 1976 wurde der Komplex an die Gemeinde Malo verkauft. Seit 1999, nach der Durchführung einiger Renovierungsarbeiten, wird ein Teil des Komplexes Sitz der Gemeindebibliothek. Im Jahr 2006 wurden im Gebäude wichtige Maßnahmen zur Erhaltung des architektonischen Werkes durchgeführt, insbesondere in Bezug auf den Erhalt der in den Räumen vorhandenen Malereien und die Schaffung neuer Lesesäle im ersten Stock des Gebäudes.