Mit dem Bau des Teatro Romano hatte man zu Beginn des 1. Jahrhunderts n. Chr. angefangen (aber die perfekte Anbindung an das römische städtische Straßennetz lässt vermuten, das der Entwurf der Anlage in das 1. Jahrhundert v.Chr. fällt).
Vom 10. Jahrhundert an wurden auf den Ruinen religiöse Gebäude und Wohnungen erbaut, die mit der Zeit vollständig das Gelände des Theaters bedeckten.
Von diesen Gebäuden ist auf der rechten Seite des Zuschauerraums die Kirche erhalten, die den Heiligen Siro und Liberta geweiht ist und die teilweise ihre Originalstruktur beibehalten hat, obwohl vom 14.- 18. Jahrhundert mehrere Umbauten stattgefunden haben.
In der Kirche selbst sind Malereien aus dem 14. Jahrhundert zu sehen, sowie das Sepulkrum des Giambettino Cignaroli.
Im 18. Jahrhundert haben Grabungsarbeiten zufällig Marmorfragmente ans Licht gebracht, die das Interesse an diesem archäologischen Areal wiedererweckt haben. Im 19. Jahrhundert kaufte der reiche Veroneser Kaufmann Andrea Monga das gesamte Gelände, und in der Mitte des 19. Jahrhunderts begann man mit den ersten Ausgrabungsarbeiten.
1904 gelangte die Stadt Verona in Besitz dieses Anwesens und führte den Wiederaufbau bis zu seiner Vervollständigung, der ins Jahr 1970 fällt, durch. Seit 1948 ist das Theater Sitz der Institution Estate Teatrale Veronese, wo in der Sommersaison Theateraufführungen (mit besonderer Vorliebe für die Werke Shakespeares und Goldonis) sowie auch Tanz- und Jazzmusik-Vorstellungen besucht werden können.
Das Museum befindet sich in einem Kloster, das im 15. Jahrhundert von Jesuiten errichtet wurde, die einer von Giovanni Colombini da Siena im Jahre 1367 gegründeten Kongregation angehörten. Die Bezeichnung „Jesuiten“ ist auf die häufige Anrufung des Namens Jesu zurückzuführen. Das Monogramm der Jesuiten ist auch auf einigen Türen des Klostergebäudes vorzufinden.
Die Kirchenmänner widmeten sich der Pflege von Kranken, indem sie unentgeltlich Arzneimittel produzierten und verteilten; aber sie beschäftigten sich auch mit der Herstellung von Parfum und Likören, die sie verkauften. Um diesen Tätigkeiten nachzugehen, war die Verfügbarkeit von Wasser notwendig und die Jesuiten hatten herausgefunden, dass dieses Element im Hügel San Pietro reichlich vorhanden war.
In dem Museum werden römische Vasen, Mosaike, Glas und Utensilien des täglichen Gebrauchs gezeigt, die aus Nekropolen stammen, sowie religiöse Inschriften und Begräbnisstätten, die in Verona und Provinz zum Vorschein gekommen sind.
Einen malerischen Blick auf das Teatro Romano hat man von der Seilbahn des Castel San Pietro aus, welche es ermöglicht das Castel möglichst bequem zu erreichen. Auf dem fußläufigen Abstieg entlang eines Treppenpfades läuft man dem Teatro Romano direkt entgegen.