Die Kirche S. Anna, so wie wir sie heute sehen, wurde 1650 von den Schwestern Diamante und Ginevra Cipolla erbaut und wurde deshalb früher auch "delle ceole" (Seole) genannt. Es wird jedoch angenommen, dass es zuvor einen romanischen Sakralbau gab.
Die Giebelfassade zeigt in ihrer frontalen Erhebung eine symmetrische Gliederung der architektonischen Elemente. Der Eingang ist einfach, umrandet von Tuffkanten mit einer abgesenkten Bogenstütze, oberhalb des Türsturzes befinden sich zwei Fenster mit schweren Gittern, die von gleicher Art sind. Über dem portal befindet sich ein Halbkreisfenster, typisch für viele Kirchen im Tal, das das runde Fenster oder das Rosettenfenster ersetzt.
Beim Betrachten der Struktur der Steine und Felsen, die die Fassade bilden, sind die verschiedenen Eingriffe offensichtlich, insbesondere im oberen Bereich in Höhe des Firsts des zweigeschossigen Daches mit venetischen Dachziegeln.
Das Innere ist einheitlich und der meditative Raum ist typisch für "Familien"-Kapellen. Die Einrichtung ist schlicht. Im Jahr 1930 wurde eine letzte Restaurierung unter der Leitung des Anwalts Pietro Avrese durchgeführt. An der rechten Wand befinden sich eine Reihe vertikaler Fenster mit einem Vollbogen, an den Trennpfosten sind Bilder von Engeln frescoed. Über dem Altarbrett sind in einem freskalen Werk aus dem 14. Jahrhundert die Madonna, die das Kind stillt, sowie die Heiligen Benedikt und Johannes der Täufer abgebildet.
Die Kirche ist der Mittelpunkt einer stark empfundenen Verehrung, die jedes Jahr am Tag der Feier von S. Anna aufgefrischt wird.